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Zulaufgraben Hibernia

Der Zulaufgraben Hibernia findet seinen Ursprung auf dem ehemaligen Flottmanngelände und wird kontinuierlich durch Grundwasser aus den Flottmannbrunnen gespeist. Zur Zeit wird dieses Wasser in den Mischwasserkanal in der Straße des Bohrhammers geleitet und muss so aufwändig gereinigt werden. Eine Verschließung der Brunnen ist jedoch nicht wirtschaftlich. Durch den Bau des Zulaufgrabens kann das Wasser wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. Ebenfalls wird durch den neugeschaffenen Reinwasserlauf eine Möglichkeit geschaffen, Regenwasser einzuleiten, um so einer Vermischung mit Schmutzwasser im Mischwasserkanal vorzubeugen. Dies geschieht bereits bei der neuen Bebauung an der Straße des Bohrhammers. Der hydraulische Zustand im bestehenden Mischwasserkanal wird somit verbessert.

Auf dem ehemaligen Flottmanngelände verläuft der Wasserlauf in einem offenen Gewässerverlauf, unterquert die Straße des Bohrhammers und verläuft parallel zur Straße Am Schrebergarten im Randbereich des Schrebergartens. Für das Unterqueren der Bochumer Straße werden ca. 62m DN1000 Betonrohre verlegt. Im Anschluss an die Unterquerung Bochumer Straße verläuft der Zulaufgraben wieder offen in der ehemaligen Gleistrasse des Rangierbahnhofs Constantin. Aufgrund des Platzangebotes wird der Reinwasserlauf mäandrierend hergestellt, so dass hier eine naturnahe Gewässerentwicklung stattfinden kann.

Lageplan Zulaufgraben Hibernia

Bauschild Zulaufgraben Hibernia

Zu Unterhaltungszwecken und zur Erlebbarkeit des Gewässers wird ein Weg entlang des Gewässers geschaffen. Es entsteht somit eine direkte Wegeverbindung von der Bochumer Straße bis zum Hibernia Gelände und eine Verbindung von bzw. zur Walter-Bälz-Straße. Weiterhin wird durch eine Aufweitung im Gewässerbette ein Rückhalteraum für Hochwasserspitzen (100 jähriges Ereignis) errichtet und der Entwässerungskomfort weiter verbessert. Gedrosselt wird das anfallende Wasser verrohrt unter den Brücken Riemker Str., A43 und der Eisenbahnlinie durch ein GFK-Rohr DN1600 auf einer Länge von 148m geführt. Zum Ende des Zulaufgrabens muss aufgrund der Tiefenlage das Reinwasser ca. 5,5m hoch gefördert werden, um es dem Nord-Süd-Graben und somit der Gracht Hibernia zuzuführen.

Im nächsten Bauabschnitt ist im Jahr 2013 die Trennung von Schmutzwasser und Reinwasser von der Gracht Hibernia bis zur Rottbruchstraße geplant, so dass ein Reinwasserlauf entsteht, der für Herner Bürger und Interessierte frei erlebbar ist und zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt.

Gewässerquerschnitt während der Bauphase

Gewässerquerschnitt während der Bauphase

Rohrverlegung ( GFK- Rohr ) DN 1600 auf 148m

Weitere Bilder der Baumaßnahme finden Sie in folgenden PDF-Dateien: