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Das Herner Kanalnetz:

Kanalnetzdaten

Seit dem Jahre 1895 sind Aufzeichnungen vom Aufbau eines systematischen Kanalnetzes vorhanden. Circa 400 Kilometer öffentlicher Kanal liegen unter den Straßen von Herne. Das Herner Entwässerungsnetz ist aufgeteilt in 28 Einzugsgebiete. Durch ein weitverzweigtes Kanalnetz wird heute das Abwasser der Stadt Herne gesammelt und in die Emscher beziehungsweise nach Bochum zur Kläranlage geleitet. Die Kanalrohre haben einen Durchmesser von ca. 250 bis 3000 Millimeter. Das Kanalkataster wird von der Stadtentwässerung Herne verwaltet. Dort erhalten Sie technische Informationen über Anschlussmöglichkeiten an das Kanalnetz.

Technische Daten des Kanalnetzes:

Angeschlossene Einwohner: 160.181 (Stand: Dezember 2017)

Anschlussgrad größer 99,9 Prozent

Kanalnetzlänge: ca. 417 Kilometer

Begehbar (DN >= 1.000 Millimeter): ca. 32,3 Kilometer

Nicht begehbar: ca. 371,6 Kilometer

Offene Vorfluter: ca. 10,3 Kilometer

Einzugsgebiete: Emscher / Ruhr

Entwässerungsverfahren Mischsystem: circa 97 Prozent

Trennsystem: ca. 3 Prozent

Anzahl der Kanalschächte ca. 11.000

Anzahl Pumpwerke: 11

Anzahl Düker: 3

Die Generalentwässerungsplanung (GEP)

Das Stadtgebiet Herne lässt sich in 28 Teileinzugsgebiete einteilen. Für die einzelnen Teilgebiete werden Generalentwässerungsplanungen (GEP) aufgestellt, um Schwachstellen, wie z.B. hydraulische Überlastungen, festzustellen. Die GEP stellt somit mit gleichzeitiger kontinuierlicher TV-Inspektion ein wichtiges Hilfsmittel dar um vorausschauend zu planen und Handlungsbedarf zu erkennen. Ziel der GEP ist es neben der Erfassung des jetzigen Zustands einen Ausblick bzw. eine Prognose zu erarbeiten wie sich das betrachtete Gebiet in 10 bis 20 Jahren entwässerungstechnisch verändert.

Zielsetzung = Sicherstellung der wirtschaftlichen Abwasserentsorgung

Für folgende Bereiche im Herner Stadtgebiet wurden durch externe Ingenieurbüros GEPs erstellt:

  • Gebiet 26 - Westbach
  • Gebiet 20 - nach Bochum
  • Gebiet 30 - nach Bochum
  • Gebiet 21 - Börninger Bach
  • Gebiet 22 - Sodinger Bach
  • Gebiet 23 – Landwehrbach

Im Bereich Wanne und Eickel muss erst der Bau der Abwasserkanäle der Emscher abgewartet werden. Erst im Anschluss an die erfolgte Umsetzung werden hier weitere GEP beauftragt.

Das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK)

1. Allgemeines und Rechtsgrundlage

Gemäß § 53.1 des Landeswassergesetzes (LWG) (1) haben die Gemeinden in NRW der Oberen Wasserbehörde (OWB) als zuständige Genehmigungsbehörde eine Übersicht über den gegenwärtigen Stand der öffentlichen Abwasserbeseitigung im Gemeindegebiet in Form eines Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) darzulegen. Die zeitliche Abfolge der zur Erfüllung der Abwasserbeseitigungspflicht notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen und die Aufstellung der hierfür zu erwartenden Kosten sind hierbei darzustellen. Als zuständige Instanz für das vorliegende Konzept ist die OWB der Bezirksregierung in Arnsberg zu nennen. Weitere hieran zu beteiligende Aufsichtsbehörden sind die Untere Wasserbehörde (UWB) und die Untere Landschaftsbehörde (ULB) der Stadt Herne.

Die Aufgabe der Erstellung des ABK wurde von der Stadt Herne auf die Stadtentwässerung AöR übertragen.

2. Inhalte

Das ABK wird jeweils für einen 6-Jahres-Zeitraum erstellt, und umfasst neben der Auflistung und zeitlichen Zuordnung der einzelnen Maßnahmen die Angabe von geschätzten Baukosten. Aufgelistet werden dort alle Baumaßnahmen im Herner Stadtgebiet, unabhängig, ob es sich um Erneuerungen in offener Bauweise oder Sanierungen handelt. Neben der Listendarstellung sind die geplanten Baumaßnahmen in einem Übersichtsplan dargestellt. Durch die Abarbeitung der einzelnen Baumaßnahmen kann die SEH das Kanalnetz nach den anerkannten Regeln der Technik betreiben und unterhalten. Je nach baulichen oder hydraulischen Zustand werden die einzelnen Maßnahmen klassifiziert.

Das jetzige ABK umfasst den Zeitraum von 2009 bis 2014. Im Anschluss wird in Absprache mit den zuständigen Behörden der nächste 6-Jahres-Plan besprochen und abgestimmt.